Blutungsneigung

Eine Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) führt bei Verletzungen zu einer verstärkten oder verlängerten Blutung. Dies kann je nach Schweregrad und Ursache verschieden stark ausgeprägt sein. Ursachen sind häufig angeboren, können aber im Zuge verschiedener Erkrankungen im Leben auch erworben werden. Die häufigste angeborene Ursache für eine Blutungsneigung ist hierbei die von Willebrand-Erkrankung, von der bis zu 1 % der deutschen Bevölkerung betroffen ist. Aber auch die Hämophilie, die „klassische Blutererkrankung“ gehört dazu. Störungen der Blutplättchen, oftmals auch ausgelöst durch bestimmte Medikamente, sind ebenfalls häufige Ursachen für eine ungewöhnliche Blutungsneigung. Aber auch zum Teil sehr seltene Gerinnungsstörungen können hin und wieder als Ursache identifiziert werden.

Alle Erkrankungen treten in unterschiedlichen Schweregraden auf und können in den meisten Fällen durch Medikamente gut behandelt werden. Die meisten dieser Medikamente haben wir in unserem Notfalldepot vorrätig. 

Eine Untersuchung ist in folgenden Fällen sinnvoll:

  • Neigung zu blauen Flecken (Hämatomen)
  • Ungewöhnliche Einblutungen in Gelenke
  • Verstärkte oder verlängerte Regelblutung (ohne gynäkologische Ursache)
  • Vermehrtes Nasenbluten (Epistaxis)
  • Vermehrtes Zahnfleischbluten (ohne erkennbare Ursache)
  • Ungewöhnliche Blutungskomplikationen bei vorausgegangenen operativen Eingriffen oder zahnärztlichen Behandlungen
  • Familiäre Belastung (z. B. von Willebrand-Erkrankung, Hämophilie oder Funktionsstörungen der Blutplättchen)

 

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