Rheuma

Der Terminus Rheuma hat sich in der Umgangssprache durchgesetzt, ist in medizinischer Hinsicht aber keinesfalls nur auf ein Krankheitsbild zurückzuführen. Vielmehr sind in der Rheumatologie ungefähr 400 Erkrankungen bekannt, die in der Medizin dem so genannten rheumatischen Formenkreis zugerechnet werden. Diese rheumatischen Krankheiten können sowohl die Funktionen des Stütz- und Bewegungssystems (Muskeln, Sehnen, Wirbelsäule, Knochen und Gelenke) einschränken als auch negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Haut sowie innere Organe haben.

Seinen Wortursprung hat der Begriff Rheuma in der griechischen Sprache („rheo“ für „ich fließe“) und wird heute frei als ziehender, reißender Schmerz übersetzt. In etwa 9 Prozent aller in Deutschland lebenden Menschen sind von einer dieser verschiedenen Krankheitsbilder betroffen – und dies betrifft bei weitem nicht nur Frauen und Männer in fortgeschrittenem Alter. Auch Jugendliche und Kinder können von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Prinzipiell kann es daher jeden Menschen treffen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder beruflicher Tätigkeit. Deshalb ist es besonders wichtig, wenn sich Betroffene bei auffälligen Beschwerden umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Diese meist chronisch und degenerativ verlaufenden Krankheitsbilder sind mit den heutigen medizinischen Verfahren (noch) nicht heilbar, können bei frühzeitiger Diagnose aber effektiv behandelt und eingedämmt werden.

Patienten und Patientinnen können jedoch auch etwas dazu beitragen, um die Beschwerden zu lindern – Risikoverhalten (Rauchen, ungesunde Ernährung) aufgeben und stattdessen eine gesundheitsfördernde Lebensweise einschlagen. Leichte sportliche Aktivität und Bewegung, wie Wandern, Walken oder Schwimmen, und eine gesunde Ernährung sind daher empfehlenswert.

Aufgrund differenzierter Störungen sind rheumatische Krankheiten in der Medizin in vier Hauptgruppen aufgeteilt:

  1. Entzündlich rheumatische Erkrankungen (u. a. rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew)
  2. Degenerative rheumatische Erkrankungen (wie Arthritis)
  3. Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Stoffwechselstörung (beispielsweise Osteoporose und Gicht)
  4. Weichteilrheumatismus, sprich rheumatische Schmerzkrankheiten (wie Fibromyalgie)

In unserer Sprechstunde der Rheumatologie kümmert sich ein erfahrenes Team um Sie und kann Ihnen frühzeitig bei der Diagnosestellung einer potenziellen rheumatischen Erkrankung weiterhelfen. Um Sie bedarfsgerecht behandeln zu können, ist es sinnvoll, dass Sie uns Ihre Beschwerden bereits bei der telefonischen Anmeldung mitteilen.

TOP