Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist weltweit die am häufigsten auftretende chronische Gelenkentzündung. Zwischen 0,5 und 1 Prozent der Weltbevölkerung sind von diesem chronisch verlaufenden Krankheitsbild betroffen. Die Häufigkeit des Auftretens dieser Erkrankung steigt während der zweiten Lebenshälfte an und das Risiko zu erkranken ist bei Frauen in etwa doppelt so hoch wie bei Männern. Das Risiko an einer Thrombose der tiefen Beinvene zu erkranken, ist durch die Auswirkungen dieses Krankheitsbildes um bis zu 300 Prozent erhöht.

Kennzeichnend für diese Erkrankung sind Entzündungen der Innenhaut von Sehnenscheiden, Gelenken und Schleimbeuteln sowie ihr chronischer Verlauf, in welchem sich Gelenke zunehmend entzünden und zerstört werden. Dieser kann, sofern die zugrundeliegende Erkrankung im Frühstadium diagnostiziert wird, jedoch verlangsamt und eingedämmt werden. Die Grunderkrankung ist trotz dessen unheilbar.

Ursachen, Symptome und Krankheitsverlauf

Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind medizinisch noch nicht vollkommen erforscht. Es wird jedoch angenommen, dass hauptsächlich Autoimmunprozesse (das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an) für die Erkrankung und dessen chronisch-degenerativen Verlauf verantwortlich sind. Aber auch Umwelteinflüsse, erbliche Veranlagungen und Infektionen können die Entstehung bedingen.

Erste erkennbare Anzeichen dieser Krankheit sind Schwellungen und Überwärmung (seltener Steifheit am Morgen und Rötung) von Gelenken – z. B. der Schulter-, Hüft-, Hand-, Fuß- oder Kniegelenke sowie der oberen Halswirbelsäule. Am häufigsten sind Finger und Zehen betroffen, speziell deren Mittel- und Grundgelenke.
Der Krankheitsverlauf findet üblicherweise in über mehrere Wochen anhaltenden Schüben statt. Dabei kann es passieren, dass sich Gelenke drastisch verformen oder sogar komplett zerstört werden.

Aufgrund der schwerwiegenden Folgen dieser Krankheit ist eine möglichst frühe Behandlung mit Medikamenten sowie Physio- und Ergotherapie und weiteren Formen physikalischer Therapien notwendig, um Operationen und Gelenkersatz vermeiden zu können.

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