Sjögren-Syndrom

Das Sjögren-Syndrom ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung mit chronischem Krankheitsverlauf, welche hauptsächlich die Speichel- und Tränendrüsen befällt und zusätzlich rheumatische Beschwerden hervorrufen kann.

Diese zur Gruppierung der Kollagenosen zählende Erkrankung besitzt das kennzeichnende Merkmal, sogenannte Auto-Antikörper im menschlichen Organismus zu bilden, und tritt bei Frauen öfter auf als bei Männern.

Häufig entstehen spezifische Mischformen, bei denen weitere Kollagenosen (z. B. Sklerodermie) ausbrechen. In den meisten (aber dennoch seltenen) Fällen wird ein Übergang zum Systemischen Lupus Erythematodes oder einer Sklerodermie festgestellt.

Symptome, Diagnosestellung und Behandlungsmöglichkeiten

Aufgrund einer eher mild ausgeprägten Symptomatik, wird das Sjögren-Syndrom meist durch Zufall im Rahmen von Bluttests sichtbar (durch einen Nachweis antinukleärer Antikörper). Denn die für diese Erkrankung typischen Beschwerden treten in den meisten Fällen erst nach mehreren Jahrzehnten auf. Dazu zählen besonders eine von den Patienten und Patientinnen verspürte, anhaltende Trockenheit der Augen und des Mundes sowie purpuraartige Veränderungen auf der Haut (rote Punkte).

Kritische Auswirkungen haben die im Blut gebildeten Auto-Antikörper bei einer Schwangerschaft. Denn diese werden auch an das ungeborene Kind übertragen und können Herzrhythmusstörungen auslösen.

Sofern keine Überlappungen und Mischformen mit anderen Kollagenosen vorliegen, reichen üblicherweise eine fachärztliche Überwachung des Krankheitsverlaufes und die Linderung der Augen- und Mundtrockenheit durch Salben, Tränenersatzmittel und eine gesunde Mundhygiene. Abgesehen von einer chronischen Entwicklung der Trockenheitssymptome, verläuft diese Erkrankung überwiegend gutartig.

Sollte jedoch ein (oder andere spezifische Kollagenosen) auftreten, ist eine medikamentöse Behandlung mit Immunsuppressiva unter Berücksichtigung der Krankheitsentwicklung sinnvoll.

TOP