Gerinnungshemmung

Die Verabreichung von Medikamenten zur Gerinnungshemmung wird als Antikoagulation bezeichnet. Dies wird z. B. nötig, wenn venöse Thrombosen oder Embolien aufgetreten sind, Herzrhythmusstörungen bestehen oder ein Herzinfarkt aufgetreten ist. Also immer dann, wenn das Blut eine Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln aufweist.

Viele Wirkstoffe stehen inzwischen für die Blutgerinnungshemmung zur Verfügung, die je nach Krankheitsbild verabreicht werden können. Einige dieser Medikamente können oral verabreicht werden, andere müssen intravenös oder subkutan gespritzt werden.

Die beiden bekanntesten Medikamente sind sicherlich Phenprocoumon (z. B. Marcumar®) und Heparin (unfraktioniert oder niedermolekular), die zur Gerinnungshemmung eingesetzt werden. Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) und Clopidogrel (z. B. Plavix® oder Iscover®) wirken unmittelbar auf die Blutplättchen und werden in der Regel bei Herz- und Gefäßerkrankungen eingesetzt. Einige dieser Medikamente können auch während einer Schwangerschaft eingesetzt werden.

Inzwischen sind einige weitere, sehr moderne Medikamente hinzugekommen. Dies sind aktuell der direkte Thrombininhibitor Dabigatranetexilat (Pradaxa®) und die beiden Faktor Xa-Inhibitoren Rivaroxaban (Xarelto®) und Apixaban (Eliquis®).

Über Einsatzmöglichkeiten und Indikationen beraten wir Sie gerne.

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