Plasma

Das Plasma ist der flüssige Teil des Blutes, in dem zahlreiche Stoffe gelöst sind und durch Zentrifugieren aus dem Vollblut gewonnen werden kann. Der Anteil des Plasmas am Körpergewicht beträgt beim Erwachsenen ca. 5 %, entsprechend einem Volumen von ca. 3,5 Litern. Plasma dient als Transportmedium für Nährstoffe, Botenstoffe, Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid (in geringem Umfang auch Sauerstoff).

Außerdem befinden sich im Plasma Elektrolyte und unzählige Proteine. Den größten Anteil der Proteine im Plasma nimmt das in der Leber gebildete Albumin ein. Es ist wichtig für die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks und dient außerdem als Transportvehikel für Wasser unlösliche Substanzen.

Weiterhin enthält das Plasma Gerinnungsfaktoren, die für die sog. plasmatische Gerinnung wichtig sind und in Zusammenarbeit mit der von den Thrombozyten vermittelten primären Hämostase für eine funktionierende Blutgerinnung sorgen. Des Weiteren enthält das Plasma Inihibitoren der Gerinnung sowie Substanzen, die für die Fibrinolyse zuständig sind.

Insgesamt ist das Hämostasesystem ein fein austariertes und über zahlreiche Kaskaden ablaufendes System, das beim gesunden Menschen i.d.R. weder eine überschießende Gerinnung noch eine vorzeitige Auflösung von Gerinnseln zulässt. Die meisten dieser Faktoren finden sich im Plasma nur in geringsten Mengen. Fehlen einer oder mehrere dieser Faktoren im Plasma oder liegen in nur zu geringer Konzentration vor, können schwere Störungen der Blutgerinnung die Folge sein.

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