Kreatinin/Harnstoff

Kreatinin entsteht aus den Aminosäuren Arginin und Glycin und wird in der Bauchspeicheldrüse, in der Leber bzw. in der Niere gebildet. Wie viel Kreatinin ausgeschieden wird, ist von der Nierenfunktion bzw. der Muskelmasse abhängig. Harnstoff entsteht als Endprodukt beim Eiweißstoffwechsel. Beim Eiweißabbau wird in der Leber aus Stickstoff Ammoniak gebildet, woraus in weiterer Folge Harnstoff entsteht. Dieser wird zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden. Durch eine Bestimmung von Kreatinin bzw. Harnstoff kann festgestellt werden, ob eine Nierenfunktionsstörung vorliegt.

Wenn die Niere nicht ausreichend arbeitet, so werden Harnstoff und Kreatinin ebenfalls in zu geringer Menge ausgeschieden, wodurch der Wert im Blut ansteigt. Der Kreatinin-Wert bzw. Harnstoff-Wert ist allerdings erst dann erhöht, wenn die Funktion der Niere schon um die Hälfte eingeschränkt ist. Ein normaler Wert kann also eine beginnende Nierenfunktions-Einschränkung nicht ausschließen. Um leichte Nierenfunktionsstörungen beurteilen zu können, muss die Kreatinin-Clearance in einem Urin, der über 24 Stunden gesammelt wurde, bestimmt werden.

Darüber hinaus kann der Harnstoffspiegel auch erhöht sein, wenn man sehr viel eiweißreiche Kost zu sich nimmt. Nierenfunktionsstörungen können sowohl durch rheumatische Nierenentzündungen als auch auf Grund von Nebenwirkungen verschiedenster Medikamente auftreten und sollten auf jeden Fall überwacht werden.

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