Rheumafaktor/CCP Antikörper

Als Rheumafaktoren werden Antikörper bezeichnet, die gegen einige körpereigene Abwehrstoffe vom Immunsystem gebildet werden. Rheumafaktoren treten beispielsweise bei Rheumatoider Arthritis, bei unterschiedlichen Infektionen, bei diversen anderen rheumatologischen Erkrankungen, aber auch mit zunehmendem Alter bei gesunden Personen auf. Normalerweise sollte der Rheumafaktor-Gehalt im Blut unter 14 IU (International Units)/ml liegen. Allerdings lässt der Rheumafaktor nur begrenzte Aussagen über die Erkrankung zu.

Werden Rheumafaktoren festgestellt, kann eine Rheumatoide Arthritis nicht eindeutig bewiesen werden, fehlen Rheumafaktoren so kann man eine Rheumatoide Arthritis aber dennoch nicht ausschließen. Aus diesem Grund kann der Rheumafaktor also nur als ein Baustein zur Diagnosestellung gesehen werden und der Arzt muss ihn immer gemeinsam mit weiteren Befunden bewerten.

Vor allem für die Diagnose der rheumatoiden Arthritis ist auch der Gehalt an CCP-Antikörpern wichtig. Citrullinierte Peptide (ACPA bzw. CCP Antikörper) werden vom Immunsystem gegen spezielle körpereigene Proteine gebildet. Mit Hilfe von CCP Antikörpern kann eine Rheumatoide Arthritis besser nachgewiesen werden als mit Hilfe der Rheumafaktoren. Sie sind Frühanzeiger, da ihr Wert schon lange Zeit vor den ersten Symptomen ansteigt. Außerdem kann man mit Hilfe der CCP-Antikörper auch den Krankheitsverlauf kontrollieren.

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