Diagnose und Therapie der Gefäßerkrankung Thrombose in München

Thrombose / München

Dr. med. Harald Krebs, niedergelassener Facharzt für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie in München informiert über die Gefäßerkrankung Thrombose

Bei der Thrombose handelt es sich um eine Gefäßerkrankung. Ursache ist ein Blutgerinnsel, medizinisch „Thrombus“ genannt, das sich in einem Blutgefäß gebildet hat. Die Ausprägungen einer Thrombose sind sehr unterschiedlich. „Viele Menschen realisieren gar nicht, dass sie eine Thrombose haben. Bei ihnen kann die Thrombose ohne Symptome verlaufen. Andere Thrombosen können eine lebensbedrohliche Lungenembolie verursachen“, so der Münchner Hämostaseologe Dr. med. Harald Krebs. So vielfältig, wie sich die Ausprägungen einer Thrombose darstellen, sind auch die Ursachen. Die Virchow-Trias, die auch Virchowsche Trias genannt wird, benennt drei Faktoren, die Ursache einer Thrombose sein können.

Hämostaseologe Dr. Harald Krebs in München über die Ursachen einer Thrombose

Die Virchow-Trias ist nach dem deutschen Pathologen Rudolf Virchow (1821 bis 1902) benannt. Er hat im Jahr 1856 erstmals die Ursachen der Gefäßerkrankung beschrieben. Die drei Faktoren:

  • Schäden an der Gefäßwand (Intima)
  • Stase
  • Erhöhte Viskosität

Als Stase wird ein verringerter Blutstrom oder Stau einer ansonsten bewegten Körperflüssigkeit beschrieben. Eine erhöhte Viskosität ist die Folge einer veränderten Blutzusammensetzung. Das Blut wird dickflüssiger, zäher. Aber wie kommt es zu Schäden an der Gefäßwand, zu einer Stase oder einer erhöhten Viskosität des Blutes? „Hier gilt es, auch die Lebensumstände eines Menschen in Betracht zu ziehen. Gerinnungsstörungen können erblich oder auch medikamentös bedingt sein. Auch haben Flüssigkeitszufuhr oder Gifte Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Blutes. So kann auch eine Dehydratation oder eine Schwangerschaft die Viskosität des Blutes erheblich beeinflussen“, so Dr. med. Harald Krebs.

Bei einer Thrombose gilt es, auch die Lebensumstände in Betracht zu ziehen

Grundsätzlich gilt, dass alles, was dazu in der Lage ist, den Blutstrom zu verlangsamen, Ursache einer Thrombose sein kann. „Krampfadern und Varizen gehören zu diesen Risikofaktoren, auch eingeklemmte Gliedmaßen, beispielsweise während eines Fluges. Langes Sitzen, Bettlägerigkeit, Operationen. Auch Erkrankungen wie Diabetes, können ursächlich sein für eine Thrombose“, so Dr. med. Harald Krebs, niedergelassener Hämostaseologie im Sonnen Gesundheitszentrum in München.

Risikogruppe Thrombose: Lebensgewohnheiten, die eine Thrombose verursachen können

Lebensgewohnheiten können ursächlich für einen Thrombose sein. Im Sonnen-Gesundheitszentrum in München wird diesem Themenbereich eine große Bedeutung zuteil. Raucher, Menschen, die übermäßig Alkohol zu sich nehmen, übergewichtige Menschen oder Menschen, die sich körperlich nicht betätigen, gehören eindeutig zur Thrombose Risikogruppe. Hinzu kommen Menschen, bei denen eine ererbte oder erworbene Gerinnungsstörung vorliegt. „Auch Frauen, die schwanger sind oder die Pille nehmen, zählen zur Risikogruppe. Ebenso Menschen die krank sind oder schon einmal eine Thrombose hatten“, so Dr. med. Harald Krebs.

Arzt Dr. Harald Krebs: Therapie zur Verhinderung einer Thrombose oder Embolie

Eine Therapie zur Verhinderung einer Thrombose setzt bei den Lebensgewohnheiten und Lebensumständen eines Menschen an. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme ist Bewegung, denn die Muskelbewegung fördert den Blutfluss. Alternativ müssen Kompressionsstrümpfe zum Einsatz kommen. Zur zuverlässigen Diagnose der Venenthrombose kommt vor allem die Ultraschalltechnik zum Einsatz (Doppler-Sonographie). In seltenen Fällen auch die Phlebographie, hier handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel. Mit Medikamenten wird einer Thrombose oder Embolie begegnet. Hier kommen verschiedene blutverdünnende Mittel zum Einsatz. Je nach Diagnose kann die Wiederherstellung eines ungestörten Blutflusses sinnvoll sein. Auch hier gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die von Fall zu Fall zum Einsatz kommen können.

Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Der Artikel kann keinesfalls einen Arzt besuch ersetzen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten unter http://www.SOGZ.de.

Bild: © Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *